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Es war einmal....
im September anno 2010 machte sich eine kleine Gruppe von Gospelchorsängern und -sängerinnen auf den abenteuerlichen Weg ins Kloster Gerleve- um in Demut und Bescheidenheit.......
das Kloster zu rocken!
Sabine als Vorhut (wir anderen irrten noch durch das umliegende Münsterland) nahm als erste den Kontakt mit dem Herbergsvater- ach nein, natürlich mit dem Bruder oder besser mit dem Pater auf. Pater Norbert, seines Zeichens ein Diener des Benediktiner- Ordens, zeigte ihr und dann später auch uns (= Änne, Käthe, Manüla, Ramönschen, Theo B. und mir/Silly) die örtlichen Gegebenheiten.
Nach kurzem Zimmerbezug machten wir uns auf den Weg zum Nebengebäude um pünktlich um 18.00 Uhr das „ Nachtmahl“ einzunehmen. Uns angeschlossen hatten sich visuell geschätzte 40 Klassensprecher eines Gymnasiums aus Senden- akustisch gesehen wären es unserer Einschätzung nach 5 Personen gewesen, denn diese Kinder und Jugendlichen waren beinahe erschreckend wohlerzogen und leise (was haben wir in unserer Kindererziehung falsch gemacht...oder vielleicht doch richtig? Wer will schon sooo sittsame Jugendliche???) Besagte Heranwachsende sahen wohl anhand der Tischkärtchen, dass es sich bei uns um einen Gospelchor handelt und luden uns in froher Erwartung ein, auf ihrem bunten Abend ein Programmpunkt zu sein.... betretenes Schweigen machte sich breit- erschrockene Blicke huschten quer über den Tisch- wir ließen uns die Option einer späteren Antwort offen, da wir schließlich nur 1/10 des Chores ausmachten. Eine halbe Stunde später saßen wir in kleiner Runde zusammen und sangen das ein oder andere Liedchen- nun stand der Entschluss, uns nicht zu blamieren fest: 2 x Sopran, 4 x Alt, 1 x Bass in dieser Konstellation : gar nicht gut!!! So verbrachten wir den Abend für uns mit der ein oder anderen Flasche Wein, Sekt oder Bier, verschonten die jungen Sendener und quälten ausschließlich unsere eigenen Ohren. Gegen 1.30 Uhr beschlossen wir unseren Aufenthalt in unsere Zimmer zu verlegen, d.h. Änne, Käthe, Ramona und Manüla sowie ich belagerten mein Zimmer und unterhielten uns noch recht angeregt bis tief in die Nacht, um dann zu dritt die wenigen Stunden bis zum Morgengrauen ( begleitet von ¼- stündlichem Glockenschlag der Kirche) etwas unausgeruht aufzuwachen. Vergeblich hatten wir auf gregorianische Wecklaute gehofft- pünktlich um 8.15 Uhr stand das Frühstück in Büffetform bereit. Manüla, Sabine und ich entschlossen sich/ uns den Gottesdienst um 9.00 Uhr zu besuchen. Mehr für die Pater selber als für die (oder mit der) Gemeinde war er dennoch beeindruckend, schon allein durch die Akustik der schönen Kirche. Auf Grund dessen entstand auch bei mir die Idee, einmal eine kleine gesangliche Zwischenprobe an diesen Ort zu verlegen- diesbezüglich vereinbarte ich mit Pater Norbert einen Termin in den Abendstunden.
Kurze Zeit später trafen die restlichen Teilnehmer unseres Wochenendseminars „Singe was das Zeug hält“ ein. Nach kurzem aber freudigem „Hallo“ legten wir mit dem Einsingen los. Glücklicher Weise hatte sich das Wetter auf Sonnenschein eingestellt, womit das Ganze auf der Wiese in Einklang mit den bereits bekannten körperlichen Ertüchtigungen durchgeführt werden konnte. Nach einer knappen Stunde konzentrierten Singens machten wir uns auf zum Mittagessen:( Rindersuppe mit Einlage, Schweinebraten mit Soße, Kartoffeln und Kohlrabi sowie etwas undefinierbarem und wie Biolek sagen würde „interessantem“ Nachtisch). So gestärkt konnten die Zimmer von den Neuankömmlingen endlich bezogen werden.
Die anschließende Mittagspause wurde von jedem individuell genutzt: die einen spazierten durch die weitläufigen Anlagen des Klosters, die anderen ruhten- der Tribut an die vorausgegangene Nacht. Gegen 14.00 Uhr wurden die Proben frisch und fröhlich mit einem namenlos freudigem „Hallelujah“ wieder aufgenommen...schließlich sollte dieses und ähnliche Hallelujah`s unser Wochenendmotto sein! Nach Kaffeetrinken , Abendessen und eifrigem Singen gingen wir um ca. 19.00 Uhr in die Kirche mit dem 13- Sekunden -Nachhall- sehr speziell und für langsame Lieder sehr schön.
Gegen 22.00Uhr konnten wir zum gemütlichen Teil des Abends übergehen. In dem Kaminzimmer wurde wiederum viel gesungen, was die Textbücher von Änne so hergaben, und diesmal in Begleitung von Giselas und Käthes Gitarrenklängen. Mit Bier, Wein und Sekt wurde es ein feucht- fröhlicher Abend, denn eins können wir schließlich richtig gut: Spaß haben und feiern! Man munkelt die letzten unter uns haben bis 3.30 Uhr durchgehalten ... Auch unser 3- Bett Zimmer (inzwischen zu einem 5- Bett Zimmer mutiert) hat noch die Schafe auf der Weide kurz vor Sonnenaufgang „mähen“ gehört.
„Fröhliches“ Aufstehen dann wenige Stunden (gefühlte Minuten) später! Und wieder die gleiche Prozedur: duschen, Zähne putzen, frühstücken, einsingen, kurze Übungen und dann für diejenigen, die mochten: ein Besuch in der Kirche zur Andacht. Die anderen haben sich die Zeit mit Ruhen (im Bett oder auf dem Boden) oder mit Spaziergängen vertrieben. Bis zum Mittagessen nutzten wir wiederum die Zeit dafür, wofür wir schließlich hier waren: wir quälten uns (und vielleicht auch den klassischen Chor, der im Nachbargebäude probte) mit Händels und Cohens Hallelujah...
bereits zu dieser Zeit verließen einige der Anwesenden unsere Runde, um den Heimweg anzutreten. Es wurde weiterhin gesungen was das Zeug hielt. Auch nach dem Mittag lichteten sich wiederum unsere Reihen und schließlich machten sich auch die Letzten nach dem Kaffeetrinken auf den Weg durch Wiesen, Täler und Auen Richtung Haltern und Marl. Ja und so sollte ein lehrreiches, fröhliches, feuchtes, sonniges, schlafraubendes und tolles Wochenende zu Ende gehen. Manch einem hing es noch die Woche über nach, aber das wird uns nicht daran hindern, Andreas Vorschlag zuzustimmen, jetzt jedes Jahr so ein Event in Angriff zu nehmen, oder? In diesem Sinne - mit Euch feiere ich am liebsten -
Liebe Grüße Eure Silly (Sylvia)
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